
Was der Test 2/2024 zeigte, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Stühle zur Test-Klasse passen.
Die Stiftung Warentest hat in Heft 2/2024 von test (Pressemitteilung vom 23.01.2024) neun Bürostühle zwischen 250 und 460 Euro geprüft. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur ein Stuhl erhielt die Gesamtnote „gut“, sechs waren „ausreichend“ oder „befriedigend“, zwei sogar „mangelhaft“. Die Marken im Test waren unter anderem Dauphin, Nowy Styl, Mayer Sitzmöbel und HjH Office.
Die Einzelergebnisse sind bei test.de kostenpflichtig, deshalb nennen wir keine Noten und keinen Testsieger. Wir zeigen sechs gängige Bürostühle von 66 bis 260 Euro und erklären, worauf es laut Test ankommt. Diese Stühle wurden von der Stiftung Warentest nicht in diesem Test geprüft; die Angaben stammen von den Herstellern. Mehr Homeoffice-Produkte findest du auf der Startseite von Homeoffice-Testsieger.de.
| Modell | Eckdaten | Preis* |
|---|---|---|
| SONGMICS OBN37 | klappbare Armlehnen · Lendenstütze | 65,99 € |
| SONGMICS OBN066 | 95–135° Lehne · Sitzhöhe +10 cm | 109,99 € |
| SIHOO Bürostuhl | Lordosenstütze · Netzrücken | 149,99 € |
| CLOUVOU BrightSeat | 150 kg · Wippfunktion 135° | 159,99 € |
| Hbada P5 | Lordosenstütze · Mesh-Rücken | 161,49 € |
| FLEXISPOT ErgoX Lite | Ergonomie · FLEXISPOT | 259,99 € |
Preis-EinstiegDer SONGMICS Bürostuhl hat eine S-förmige Rückenlehne, eine verstellbare Lendenwirbelstütze und eine Kopfstütze. Das 8 cm dicke Schaumstoffkissen und der Netzbezug sollen atmungsaktiv sein, der Neigungswinkel liegt zwischen 90 und 105 Grad. Die Armlehnen lassen sich hochklappen, damit der Stuhl platzsparend unter den Tisch passt.
Fazit: Der günstige Einstieg für kurze Arbeitstage.
Bis 150 kgDer SONGMICS OBN066 hat eine zwischen 95 und 135 Grad verstellbare Rückenlehne und eine um 10 cm einstellbare Sitzhöhe. Die Lendenstütze ist in Höhe und Tiefe verstellbar, die Kopfstütze lässt sich anpassen. Das doppellagige Netzgewebe und die dicke Schaumstoffpolsterung sollen für Komfort sorgen, der Stuhl trägt bis 150 kg.
Fazit: Mehr Verstellmöglichkeiten für den täglichen Einsatz.
LordosenstützeDer SIHOO Bürostuhl ist ein ergonomischer Schreibtischstuhl mit verstellbarer Lordosenstütze. Er gehört zu den bekannten Marken für Homeoffice-Stühle in diesem Preisbereich. Details zu Maßen, Belastbarkeit und Verstellung stehen auf der Amazon-Produktseite.
Fazit: Der Klassiker mit Lordosenstütze in der Mittelklasse.
Mit WippfunktionDer CLOUVOU BrightSeat trägt laut Hersteller 150 kg, hat eine Wippfunktion bis 135 Grad, eine Lendenwirbelstütze und besonders leise Rollen. Der Hersteller beschreibt ihn als ergonomisch einstellbar. Aussagen wie „gewinnt den Test“ in der Produktbeschreibung stammen vom Anbieter, nicht von der Stiftung Warentest.
Fazit: Funktional ausgestattet für mittlere Budgets.
Mit FußstützeDer Hbada P5 hat eine verstellbare Lordosenstütze, einen atmungsaktiven Mesh-Rücken, ein elastisches Sitzkissen und eine integrierte ausziehbare Fußstütze für Pausen. Die Höhe ist an Schreibtisch und Körpergröße anpassbar.
Fazit: Der Komfortstuhl mit Fußstütze für lange Sitzzeiten.
PremiumDer FLEXISPOT ErgoX Lite ist das teuerste Modell dieser Auswahl und liegt am unteren Ende der Preisspanne, in der die Stiftung Warentest 2024 Bürostühle prüfte (250 bis 460 Euro). Flexispot ist vor allem für höhenverstellbare Schreibtische bekannt und bietet passende Stühle dazu.
Fazit: Der Premium-Stuhl für den Dauereinsatz am Schreibtisch.
Netzrücken sind atmungsaktiv und für Sommer und Wärme geeignet, können aber härter wirken. Polsterbezüge sind weicher, sammeln aber mehr Wärme. Für lange Arbeitstage zählt vor allem eine stützende Lendenzone, nicht das Material allein. Ein gutes Sitzkissen und die richtige Sitzhöhe sind wichtiger als viele Zusatzfunktionen.
Gaming-Stühle haben oft hohe Rückenlehnen, seitliche Wangen und Nackenkissen und sehen sportlich aus. Für ergonomisches Arbeiten sind Verstellbarkeit und Stützwirkung wichtiger als die Optik. Ein klassischer Bürostuhl mit Netzrücken und Lendenstütze ist für viele die bessere Wahl für acht Stunden am Tag. Wer sowohl arbeitet als auch spielt, achtet auf eine verstellbare Lordose und Armlehnen.
Auch der beste Stuhl ersetzt keine Bewegung. Steh nach 30 bis 45 Minuten kurz auf, dehne die Schultern und gehe ein paar Schritte. Wechsle zwischen aufrechtem Sitzen und leicht zurückgelehnter Haltung. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch erleichtert den Wechsel zwischen Sitzen und Stehen, sodass du deine Haltung öfter verändern kannst.
Die Tischhöhe sollte zu deiner Körpergröße passen: Bei einem fest stehenden Tisch mit 72 bis 75 cm solltest du den Stuhl so einstellen, dass die Unterarme locker auf der Tischplatte aufliegen. Ein höhenverstellbarer Schreibtisch erlaubt das Wechseln zwischen Sitzen und Stehen. Nutze zusätzlich eine Fußstütze, wenn deine Füße nicht flach aufstehen.
Reinige Netzbezüge mit einem leicht feuchten Tuch und Polster mit mildem Reiniger. Prüfe regelmäßig die Schrauben an Armlehnen und Rollen. Achte beim Kauf auf mindestens zwei Jahre Gewährleistung und Ersatzteile wie Rollen oder Gasdruckfeder. Ein Stuhl, der nach einem Jahr wackelt, kostet auf Dauer mehr als ein hochwertiger.
Preis und Qualität lagen im Test nicht immer zusammen. Eine hohe Zahl an Verstellmöglichkeiten ersetzt keine solide Verarbeitung. Achte auf Standfestigkeit, Prüfzeichen und Rückgabemöglichkeit und stelle den Stuhl nach dem Kauf sorgfältig ein.
In Heft 2/2024 wurden neun Bürostühle zwischen 250 und 460 Euro bewertet. Nur einer erhielt die Gesamtnote gut, zwei waren mangelhaft.
Mangelnde Standsicherheit bei maximaler Neigung, Formaldehyd aus Holzteilen und brechende Armlehnen im Dauertest.
Im Test lagen die Preise zwischen 250 und 460 Euro. Teurer ist nicht automatisch besser.
Ja. Die Stiftung Warentest rät, Stühle möglichst im Geschäft auszuprobieren.
Netz ist atmungsaktiv, Polster weicher. Entscheidend sind Stützwirkung und Einstellbarkeit.
Füße flach auf dem Boden, Knie im rechten Winkel, Lendenstütze an der Wirbelsäule, Armlehnen auf Tischhöhe.